slow stitching

gastautorin: amalie - mali - weber

MalisScriptorium

 

slow stiching? was soll das sein? langsam sticken?

 

als ich vor einiger zeit in einem beitrag auf einer englischen junk journal seite einen beitrag gelesen habe, bei dem ein bellyband in „slow stiching“ vorgestellt wurde, hat mir dieser begriff überhaupt nichts gesagt. vermutlich habe ich genauso bedripst aus der wäsche geschaut, wie einige von euch, die den begriff auch noch nie gehört haben.

also was ist slow stiching?

 

es geht ums sticken – aber was für eine art von sticken? In japan nennt es sich "sashiko"  und wird hauptsächlich auf blauen stoffen mit kontrastierenden fäden gestickt. bei "sashiko" wird der sogenannte vorstich verwendet und war ursprünglich als reparaturtechnik gedacht, um schadhafte kleidung auszubessern.

 

bild: täschchen aus stoffresten mit vorstichen

 

 

In amerika hat slow stiching mittlerweile kultstatus erreicht. ganze kunstwerke werden alleine durch handstiche hergestellt.

 

vom kleinen quadrat bis zur großen decke – aus stoffstückchen, entstehen mit nadel und faden die tollsten sachen.

 

 

slow meint auf jeden fall, dass diese stickereien sehr entspannend sein können. im prinzip ist jeder stickstich erlaubt, es gibt keine regeln, wo und wie man sticken soll.

 

alleine das macht es für mich interessant, denn ehrlich gesagt, waren meine noten in handarbeit eher so la la. meine mutter und auch meine schwiegermutter waren richtige künstlerinnen mit nadel und faden, deshalb war nie die notwendigkeit gegeben, selber zu sticken. wir wurden alle reichlich versorgt-:)

nach ziemlich ausführlicher recherche im netz bin ich schließlich auf die seite von „anne brooke textile artist“ gestoßen. ich habe bestimmt 10 videos von ihr angeschaut.

was diese frau macht, ist genial.

ich war total begeistert und habe erst mal mit einem stoffstreifen begonnen, ihre bevorzugten stickstiche und jojos zu üben.

Ich kann euch sagen, auch für einen absoluten stickanfänger wie mich war das relativ einfach. danach kamen dann stofftabs und karten für meine junk journals.  

die ersten versuche sehen noch etwas unbeholfen aus – aber mich hat das stiching- fieber gepackt und so probiere ich immer weiter. die linien werden langsam gerader -:), die stiche vielfältiger.

in einem video (wieder von anne brooke) wurde dann ein buch komplett aus stoff vorgestellt.

da zu diesem zeitpunkt bei mir gerade keine zündende idee für ein neues junk journal vorhanden war, wollte ich unbedingt einen versuch starten.

leider ist hier in unserer gegend kein vernünftiger handarbeitsladen zu finden und so gestaltete es sich schon mal schwierig für den untergrund molton zu finden. im babyladen hab ich mir dann die guten alten molton-babytücher besorgt und zerschnippelt. die lassen sich wirklich gut besticken. stickgarn hatte ich genügend und an motivation hat es auch nicht gemangelt. also gings los.

 

mit jedem stich habe ich mehr spass daran und mittlerweile sind 4 seiten fertig und mir gefallen sie ganz gut. die kleinen teile (siehe fotos) kann man sehr gut in junk journals einbauen, sie sehen nach mehr aus, als arbeit dahintersteckt – ist ja auch nicht schlecht oder?

 

 

ich hoffe ich konnte euch ein bißchen animieren, das eine oder andere teil auszuprobieren und würde mich freuen, wenn ihr die ergebnisse dann auf luises seite oder in der FB gruppe posten würdet.

 

 

happy stiching eure amalie

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